Informationen zum Tagesgeld
Tagesgeld ist eine Form der Geldanlage, bei der man sein Geld über einen beliebig langen Zeitraum anlegen und täglich darüber verfügen kann. Im Gegensatz zum Festgeld bekommt man auf Tagesgeld keinen festen Zinssatz. Die Banken können ihn je nach Marktlage erhöhen oder senken. Obwohl das Tagesgeldkonto einem Girokonto mit Guthabenverzinsung ähnelt, besteht doch ein entscheidender Unterschied: Man kann ein Tagesgeldkonto nämlich nicht für den Zahlungsverkehr nutzen.
Die Vorteile von Tagesgeld
- Das Verbraucherportal www.tagesgeld.eu berichtet: Der größte Vorteil des Tagesgeldes besteht in seiner täglichen Verfügbarkeit. Ohne sein Konto vorher kündigen zu müssen, kann man innerhalb von ein bis zwei Tagen über seine gesamten Einlagen frei verfügen.
- Für die Eröffnung und Führung eines Tagesgeldkontos fallen normalerweise keinerlei Gebühren an, was ein wichtiges Kriterium ist bei der Frage, welche Form der Geldanlage man wählen sollte.
- Der Zinssatz von Tagesgeld ist variabel. Das kann von Vorteil sein in Zeiten mit tendenziell steigenden Marktzinsen, denn wenn der Leitzins der Europäischen Zentralbank steigt, erhöhen auch die Banken nach und nach ihre Sparzinsen auf Tagesgeld.
- Tagesgeld ist eine sichere Geldanlage, bei der man kein Geld verlieren kann wie etwa bei Aktien und Investmentfonds.
- Tagesgeld wird von vielen Geldinstituten als „Lockmittel" für neue Kunden genutzt. Deshalb zahlen die meisten Banken und Sparkassen auch verhältnismäßig hohe Zinsen.
Die Nachteile von Tagesgeld
- Der variable Zinssatz kann unter Umständen ein Nachteil sein, nämlich dann, wenn die Marktzinsen fallen. Dann wird auch schnell der Zinssatz für Tagesgeld gesenkt. Mit einer festverzinslichen Geldanlage wäre man in einem solchen Fall dann besser bedient.
- Die sich ständig ändernde Verzinsung macht es unmöglich, die Rendite im Voraus zu berechnen, vor allem bei längerfristigen Anlagen in Tagesgeld.
- In vielen Fällen ist die Verzinsung für Tagesgeld niedriger als die Verzinsung für mehrjähriges Festgeld.
Worauf man bei den Angeboten für Tagesgeld besonders achten muss
- Die Bank, bei der man ein Tagesgeldkonto eröffnen will, sollte neben der gesetzlichen Einlagensicherung, die derzeit bei EUR 50.000,00 liegt, auch einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen sein. Bei deutschen Banken und Sparkassen ist das immer der Fall. Aber bei ausländischen Banken muss man sich vorher genau erkundigen, in welcher Höhe die Einlagen gesichert sind, wenn man größere Summen anzulegen hat.
- Nicht nur die Höhe des Zinssatzes ist entscheidend, sondern auch die Zinsintervalle. Wer den größten Zinseszinseffekt erzielen möchte, sollte also bei ansonsten gleichen Konditionen dasjenige Tagesgeld-Angebot wählen, bei dem die Zinsintervalle am kürzesten sind.
Im Internet gibt es extra Vergleichsportale für Tagesgeld, die einem die Entscheidung erleichtern können.